Schwebende Treppe, Kragarm oder freitragend – am Ende geht’s um denselben Effekt
- Alexander Nagel
- vor 4 Tagen
- 3 Min. Lesezeit
Aktualisiert: vor 4 Tagen
Wenn man anfängt, nach einer „schwebenden Treppe“ zu suchen, landet man ziemlich schnell bei Begriffen wie Kragarmtreppe oder freitragende Treppe. Und ganz ehrlich: Viele denken dann, das wären drei komplett verschiedene Systeme.
In der Praxis reden wir meistens über denselben Look – Stufen, die scheinbar ohne sichtbare Stützen aus der Wand kommen.
Warum es mehrere Begriffe gibt – und keiner davon „falsch“ ist
Die unterschiedlichen Namen kommen eher daher, wer gerade darüber spricht:
Schwebende Treppe: Das ist die Bezeichnung, die Bauherren und Architekten gerne nutzen – weil sie den Effekt beschreibt. Leicht, modern, reduziert.
Kragarmtreppe: Das ist die technische Sicht. „Kragarm“ beschreibt, dass ein Bauteil einseitig in der Wand verankert ist und frei auskragt.
Freitragende Treppe: Das ist der Oberbegriff für Treppen, die ohne sichtbare Tragkonstruktion im Raum auskommen.
Unterm Strich heißt das: Du sagst „schwebend“ – wir planen die passende Kragarm-Konstruktion – am Ende steht eine freitragende Optik im Raum.
Was wirklich wichtig ist (und nicht der Name)
Der Begriff ist zweitrangig. Entscheidend ist, ob die Voraussetzungen passen – weil bei dieser Treppenart fast alles „unsichtbar“ gelöst wird.
1) Die Wand entscheidet alles
Bei einer echten Kragarm- bzw. Schwebe-Optik ist die Wand nicht Deko, sondern ein Teil der Statik. Je nach Situation braucht es:
massive Betonwand / tragfähiges Mauerwerk oder
eine integrierte Stahlkonstruktion, die später unsichtbar verschwindet

2) Der richtige Zeitpunkt: so früh wie möglich planen
Wenn die Konstruktion in der Wand verschwindet, ist die beste Phase meistens Rohbau / Umbau vor Putz und Bodenaufbau.Dann kann man sauber planen, Leitungen berücksichtigen, Aufbauhöhen klären und später sieht alles so aus, wie es soll.
3) Präzision ist Pflicht
Eine schwebende Treppe verzeiht keine „Pi mal Daumen“-Montage.Höhen, Wandaufbau, Stufenabstände, Befestigungspunkte – das muss millimetergenau zusammenpassen. Genau deshalb setzen wir bei AN Treppenbau auch auf saubere Abstimmung und auf Wunsch 3D-Planung, bevor überhaupt gefertigt wird.

Was man bei der Gestaltung beachten sollte
Eine Kragarmtreppe ist nicht nur Technik – sie lebt vom Detail:
Stufenmaterial: Eiche, Nussbaum, Keramik, Steinoptik – je nachdem, ob’s warm, elegant oder maximal clean wirken soll
Geländer: Ganzglas, Wandhandlauf, Stahl/Flachstahl – oder bewusst minimal (wenn’s baulich/regeltechnisch passt)
Beleuchtung: LED-Spots, indirektes Licht, Stufen-LED – bringt abends richtig Stimmung rein
Typische Fragen, die ich fast immer höre
„Hält das wirklich?“Ja – wenn Wand, Konstruktion und Montage richtig geplant sind. Genau dafür schauen wir uns die Situation vorher sauber an.
„Geht das auch im Bestand?“Oft ja, aber es hängt stark davon ab, was hinter der Wand steckt und wie der Aufbau ist. Manchmal ist eine verdeckte Stahlunterkonstruktion die Lösung.
„Brauche ich zwingend ein Glasgeländer?“Nicht zwingend – aber bei offenen Seiten ist es meistens die sauberste Lösung, weil’s optisch leicht bleibt und trotzdem Sicherheit bringt.
Fazit: Du willst den Effekt – wir liefern die passende Konstruktion
Egal ob du es „schwebend“, „Kragarm“ oder „freitragend“ nennst: Am Ende zählt, dass die Treppe leicht wirkt, sicher steht und perfekt zum Haus passt.
Wenn du mir ein paar Infos gibst (Wandart, Geschosshöhe, Treppenloch, grobe Wunsch-Optik), kann ich dir direkt sagen, was bei dir sinnvoll ist. Wir sind mit AN Treppenbau vor allem in Rheinland-Pfalz und dem Saarland zuhause – fahren aber regelmäßig Projekte in Köln/NRW, Frankfurt/Hessen, Stuttgart/Baden-Württemberg und auch Richtung München/Bayern. Hochwertige Einzelanfertigungen machen wir bei Bedarf auch deutschlandweit.








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